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LNG: Alternativer CO2-neutraler Kraftstoff für Schiffe und LKW

Das Werk Köln-Godorf der Rheinland Raffinerie wurde als bevorzugter Standort für dieses Projekt ausgewählt.
Shell plant in der Rheinland Raffinerie eine Gas-Verflüssigungsanlage, um Shell LNG-Tankstellen in Deutschland und deren Kunden künftig mit CO2-neutralem Krafstoff zu versorgen. Dazu setzt Shell auf Biomethan. Die geplante Verflüssigungsanlage soll eine Jahreskapazität von rund 100.000 Tonnen haben. Shell will dazu beitragen, dass der Schwerlastverkehr in Deutschland mittelfristig in einem ersten Schritt bis zu eine  Million Tonnen CO2 pro Jahr weniger ausstößt.
Shell baut aktuell nicht nur das LNG, sondern ist bereits mitten im Aufbau einer Wasserstoff-Elektrolyse.
Der Mitbewerber von shell, das Unternehmen TOTAL informiert ebenfalls über LNG und hat die Vorteile aufgezählt.

Flüssigerdgas eignet sich...

  1. als Kraftstoff für Nutzfahrzeugflotten und mobile Maschinen (z. B. Bau- oder Landmaschinen) 
  2. als Prozessenergie für industrielle Anwendungen (z. B. in der Lebensmittelindustrie)
  3. als Energiequelle für eine lokale Gasversorgung
  4. zur Mengensteuerung bei Versorgungsspitzen oder als passive Redundanz
  5. als Bunkerprodukt für die Hochsee- und Binnenschifffahrt
  6. zur Einspeisung in die regionale Erdgas-Infrastruktur

WELCHE VORTEILE HAT LNG?
1. LNG ist eine mobile und dezentrale Energiequelle.
2. LNG ist umweltschonend auf Grund sehr niedriger Emissionswerte.

3. LNG besitzt einen hohen Energiegehalt.
4. LNG bietet eine hohe Kosteneffizienz im Vergleich zu anderen Energieträgern.

LNG in NRW:
Zur Erinnerung, vor einem Jahr gab die EnergieAgentur NRW einen LNG Fahrplan heraus:
Düsseldorf. Die EnergieAgentur.NRW und das Gas- und Wärme- Institut Essen e.V. waren heute (21. Mai 2019) Gastgeber für die 6. internationale Konferenz “LNG Roadmap – LNG as a driving force for cross-border cooperation within Europe”. In Düsseldorf ging es vor mehr als 100 Fachleuten aus dem In- und Ausland – unter anderem aus den Niederlanden, Belgien, Italien und Finnland – dabei um die Entwicklung von Flüssigerdgas (LNG, Liquefied Natural Gas) als alternativen Kraftstoff für die (Binnen-)Schifffahrt und für schwere Nutzfahrzeuge (Lkw) sowie als Brennstoff für industrielle Anwendungen.
 
„Derzeit haben wir in Deutschland bis zu 730 Lastkraftwagen, die bereits mit LNG unterwegs sind“, schätzt Christopher Olvis, der bei der EnergieAgentur.NRW das Thema LNG bearbeitet. Vor allem durch die günstige Förderkulisse werde die Zahl der Lastwagen, die mit natürlichem Flüssiggas unterwegs sind, aber weiter und vor allem schnell wachsen. So wird die Anschaffung eines solchen Lkw vom Bund mit rund 12.000 Euro bezuschusst. Olvis: „Was jetzt noch fehlt, ist die Infrastruktur.“ Vor allem gehe es nun um den Ausbau eines Tankstellennetzes. In Duisburg steht z.B. eine „mobile Tankstelle“ für LNG in Nordrhein-Westfalen bei der Havi-Logistik. So genannte mobile Tankstellen sind der erste Schritt hin zu einer festen stationären Tankstelle. „Ganz grob gesagt handelt es sich um einen großen Tankwagen, von dem aus die Lastwagen betankt werden“, erklärt Christopher Olvis. Auf dieses Weise werden in Duisburg rund 100 Lkw mit dem Kraftstoff versorgt. Ab dem Sommer soll diese mobile Tankstelle in eine feste Tankstelle umgebaut werden, es wäre dann auch die erste in NRW. „Außerdem ist in Recklinghausen eine weitere in der Umsetzung, die ebenfalls nach dem Sommer ihren Betrieb aufnehmen soll, in Köln sind gar zwei Tankstellen in der Planung in Duisburg soll ebenfalls noch eine zweite Tankstelle in diesem Jahr hinzukommen“, so der Mann von der EnergieAgentur.NRW.
 
Nordrhein-Westfalen mausert sich inzwischen zu einem Zentrum des Ausbaus für die LNG-Infrastruktur. Neben den Tankstellen  arbeitet in Köln seit November 2018 das Unternehmen PitPoint.LNG an der Realisierung eines Projekts zum Bau einer stationären LNG Bunkerstation. Im April 2019 erreichte der 200 Kubikmeter fassende Tank den Kölner Rheinhafen. Am 10. September soll bereits die feierliche Eröffnung stattfinden. Die LNG Bunkerstation in Köln wird in Europa die erste permanente, stationäre Möglichkeit für Binnenschiffe sein, LNG zu bunkern, so berichtete Jan Willem Drijver (Managing Director von PitPoint.LNG) auf der 6.LNG Roadmap
 
Die sechste Auflage der LNG-Roadmap bot den Teilnehmern aber nicht allein theoretisches Fachwissen. So bestand zudem die Möglichkeit zu einer Probefahrt mit einem LNG-Lastwagen von IVECO. Olvis: „LNG deckt die Bedürfnisse eines weiten Nutzerspektrums ab. Deshalb ist LNG nicht allein in der Logistikbranche, sondern auch für die Schifffahrt ein zukunftsweisendes Thema.“ So konnte Dr. Jochen Schmidt-Luessmann von der Marine Service GmbH u.a. von ersten praktischen Erfahrungen des ersten Kreuzfahrtschiffes mit LNG-Antrieb der „Aida-Nova“  berichten. Neben dem Aspekt der Umweltverträglichkeit werde auch die Wirtschaftlichkeit mit einer weiteren Verbreitung und dem Ausbau der Infrastruktur zunehmen, so der Fachmann der EnergieAgentur.NRW.
 

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